26.09.2026
Jubiläumskonzert „Zeitlos – Eine musikalische Reise durch die Zeit“
Vereinsjubiläum
Püttlingen
Püttlingen liegt im Köllertal und verbindet Stadtleben, Bergbaugeschichte, historische Kirchen, die Burgruine Bucherbach und naturnahe Freizeitmöglichkeiten. Der Ortsbeitrag bietet Besuchern einen verlässlichen Überblick zu Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen, Anreise, Mobilität und Parken.
26.09.2026
Vereinsjubiläum
Püttlingen
Püttlingen ist eine Stadt im saarländischen Regionalverband Saarbrücken. Ihr heutiges Stadtgebiet setzt sich aus den beiden Stadtteilen Püttlingen und Köllerbach zusammen. Dazu gehören mehrere historisch gewachsene Ortsteile und Siedlungsbereiche. Der Köllerbach durchzieht das Stadtgebiet und gibt der offiziellen Bezeichnung als „Köllertalstadt“ ihren geografischen Bezug.
Für Besucher ist Püttlingen vor allem wegen seiner ungewöhnlichen Mischung interessant: mittelalterliche Spuren, Kirchen unterschiedlicher Epochen, Zeugnisse des Steinkohlenbergbaus, Kulturorte und grüne Wege liegen vergleichsweise nah beieinander. Dabei besitzt die Stadt kein geschlossenes touristisches Altstadtviertel. Ihre Sehenswürdigkeiten verteilen sich auf mehrere Bereiche in Püttlingen und Köllerbach. Wer zu einer Veranstaltung anreist, sollte deshalb vorab genau prüfen, in welchem Stadtteil und an welchem Veranstaltungsort der Termin stattfindet.
🧭 Orientierung: Die Postleitzahl lautet 66346. Zu den wichtigen Veranstaltungs- und Orientierungspunkten zählen der Rathausbereich und die Stadthalle in Püttlingen, der Kulturbahnhof sowie die Burg Bucherbach und weitere Ziele im Stadtteil Köllerbach.
Püttlingen ist keine Stadt, die sich auf ein einzelnes Zentrum reduzieren lässt. Der Stadtteil Püttlingen besitzt mit Rathaus, Stadtpark, Stadthalle und Geschäftsbereichen einen eher städtischen Schwerpunkt. Köllerbach und seine Ortsteile bewahren stärker erkennbare dörfliche Strukturen. Historische Kirchen, Kapellen, das Uhrmachers Haus, die Burg Bucherbach und ehemalige landwirtschaftliche Gebäude erinnern dort an die lange Geschichte des Köllertals.
Gleichzeitig ist die industrielle Vergangenheit sichtbar. Der Bergbau veränderte Püttlingen im 19. und 20. Jahrhundert grundlegend. Anlagen, Halden und museal erhaltene Objekte gehören deshalb ebenso zum Ortsbild wie ältere Sakralbauten. Zwischen den bebauten Bereichen öffnen sich Wälder, Höhen und die Köllertalaue. Diese Übergänge zwischen Stadt, ehemaligen Dörfern, Industriekultur und Landschaft machen den besonderen Charakter Püttlingens aus.
Archäologische Funde belegen eine frühe Besiedlung des Gebietes. Die Stadt nennt unter anderem steinzeitliche Werkzeuge, keltische Hügelgräber, Spuren einer römischen Straße, eine römische Brandbestattung und Überreste römischer Villen. Besonders anschaulich wird die ältere Geschichte an der Martinskirche in Kölln. Sie wurde 1223 erstmals urkundlich erwähnt; ihre baulichen Wurzeln reichen nach den Untersuchungen am Standort wesentlich weiter zurück.
Im Mittelalter entwickelten sich Püttlingen und das mittlere Köllertal unter unterschiedlichen Herrschaften. Die Grafen von Saarbrücken ließen zur Sicherung und Verwaltung ihrer Besitzungen die Burg Bucherbach errichten. Schriftlich erscheint sie erstmals 1326. Im damaligen Püttlingen entstand zwischen 1341 und 1354 ebenfalls eine Wasserburg. Von dieser zweiten Anlage sind heute keine vergleichbaren aufgehenden Ruinen erhalten. Im Stadtpark markieren jedoch Steine die Ausmaße von Mauerresten, die bei Ausgrabungen 2003 und 2004 gefunden wurden.
Der Dreißigjährige Krieg brachte 1635 schwere Verwüstungen. Später wurde die Region neu aufgebaut und kam nach dem Zweiten Pariser Frieden von 1815 zur preußischen Rheinprovinz. Im 19. Jahrhundert leitete der Steinkohlenbergbau einen tiefgreifenden Wandel ein. Zu den von der Stadt dokumentierten Anlagen gehörten die Gruben Viktoria I und II, der Aspenschacht und Viktoria III in Engelfangen. Der Zuzug von Arbeitskräften ließ die Ortschaften wachsen und prägte ihre soziale und bauliche Entwicklung.
Püttlingen wurde 1868 eine eigenständige Gemeinde und erhielt am 22. Mai 1968 die Stadtrechte. Köllerbach war 1932 aus dem Zusammenschluss von Engelfangen, Etzenhofen, Herchenbach, Kölln, Rittenhofen und Sellerbach entstanden. Im Rahmen der saarländischen Gebietsreform wurden die Stadt Püttlingen und die Gemeinde Köllerbach am 1. Januar 1974 zur heutigen Stadt Püttlingen vereinigt. Die letzte örtliche Kohlengrube war bereits 1963 geschlossen worden, sodass die neue Stadt zugleich den Strukturwandel nach dem Bergbau bewältigen musste.
Die Burgruine Bucherbach in Köllerbach ist eines der markantesten historischen Ziele der Stadt. Die Anlage wurde in mehreren Bauphasen entwickelt. Aus einer Turmburg entstand eine annähernd quadratische Befestigung mit runden Ecktürmen. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg schwer beschädigt; ab 1740 war sie zum Abbruch freigegeben. Teile des Baumaterials fanden andernorts Verwendung.
Sanierungen in den 1980er-Jahren und im Jahr 2011 sicherten die erhaltenen Bauteile und machten Grundrisse wieder erkennbar. Heute dient die Burg nicht nur als Geschichtsdenkmal, sondern auch als Kulisse für Märkte, Kulturveranstaltungen, Familienangebote und Vereinsfeste. Für einen ruhigen Besuch empfiehlt sich ein Zeitpunkt außerhalb großer Veranstaltungen. Ein Audioguide vermittelt zusätzliche Hintergrundinformationen.
Die evangelische Martinskirche im Ortsteil Kölln zählt nach Angaben der Stadt zu den ältesten religiösen Bauwerken des Saarlandes und zu den wenigen erhaltenen spätgotischen Dorfkirchen der Region. Besonders bedeutend sind die mittelalterlichen Wand- und Gewölbemalereien im Chor. Sie wurden bei Sanierungsarbeiten ab 1957 wiederentdeckt und anschließend restauriert. Dargestellt sind unter anderem Szenen aus dem Leben des heiligen Martin und das Jüngste Gericht.
Die katholische Pfarrkirche St. Sebastian, im örtlichen Sprachgebrauch „Köllertaler Dom“ genannt, entstand 1908 und 1909 während der vom Bergbau geprägten Wachstumsphase. Der Architekt Wilhelm Hector orientierte sich bei dem neuromanischen Bau an der Abteikirche Maria Laach. Die Doppelturmfassade und der gestaffelte Chor verleihen dem Gebäude seine weithin erkennbare Wirkung. Zur Ausstattung gehören eine Madonnenskulptur aus dem 14. Jahrhundert, historische Altarbilder und ein neuromanischer Baldachinaltar.
In der Grubenstraße in Engelfangen erinnert ein Bergbau-Freilichtmuseum an die Arbeit unter Tage. Es liegt am Mundloch des Viktoriastollens innerhalb des denkmalgeschützten Ensembles der ehemaligen Tagesanlage. Großgeräte wie Loren, Maschinen und weitere technische Objekte veranschaulichen Gewinnung und Transport der Kohle. Ergänzend verweist die Bergehalde mit ihren Spazierwegen und einem Aussichtspunkt auf die industrielle Vergangenheit der Stadt.
Das Saarländische Uhrenmuseum befindet sich im historischen Uhrmachers Haus in Köllerbach. Das Quereinhaus wurde im frühen 19. Jahrhundert auf Fundamenten der ehemaligen Schäferei der Burg Bucherbach errichtet. Neben einer bäuerlichen Einrichtung um 1900 ist dort eine historische Uhrmacherwerkstatt erhalten. Die Ausstellung behandelt die Entwicklung der Zeitmessung und zeigt Uhren verschiedener Epochen. Da Museen und ehrenamtlich betreute Einrichtungen ihre Besuchszeiten ändern können, sollten Öffnung und Führungsmöglichkeiten vor der Anfahrt geprüft werden.
Der ehemalige Bahnhof Püttlingen erinnert an die Geschichte der Köllertalstrecke. Nach der Einstellung des Schienenverkehrs im Jahr 1985 wurde das Gebäude 1989 als verkehrsgeschichtliches Baudenkmal eingestuft. Nach Restaurierungsarbeiten wird es seit 1993 kulturell genutzt. Ausstellungs-, Schulungs- und Veranstaltungsräume machen den Kulturbahnhof zu einem wichtigen Treffpunkt im örtlichen Kulturleben.
Besuchstipp: Für eine kompakte Entdeckungstour eignen sich je nach Zeit der Rathaus- und Stadtparkbereich, der Kulturbahnhof sowie in Köllerbach die Martinskirche, das Uhrmachers Haus und die Burg Bucherbach. Innenbesichtigungen sollten immer vorab mit den jeweiligen Betreibern oder Kirchengemeinden abgestimmt werden.
Die Köllertalaue, Wälder, ehemalige Bergbauflächen und mehrere örtliche Wege bieten Möglichkeiten für Spaziergänge, Wanderungen und Radtouren. Die Stadt nennt unter anderem den Literaturweg, den Sternenweg, den Rittenhofer Rundwanderweg sowie verschiedene lokale Routen. Hinzu kommen Sport- und Freizeitanlagen, Spielplätze und Naherholungsbereiche in beiden Stadtteilen.
Eine längere Unternehmung ist die rund 27 Kilometer lange, als mittelschwer beschriebene Köllertalschleife des Sternenwegs. Sie verbindet Stationen der regionalen Jakobswege und führt unter anderem an der Martinskirche, der Burg Bucherbach sowie weiteren mittelalterlichen Zeugnissen im Köllertal vorbei. Für einen kurzen Ausflug ist diese Runde zu lang; einzelne Abschnitte lassen sich jedoch in eine Besichtigung einbauen.
Der Köllertalradweg ist die zentrale Radverkehrsachse im Stadtgebiet. Er verbindet die Stadtteile und schafft Anschlüsse an das weiterführende Wegenetz. Die Topografie Püttlingens ist stellenweise hügelig, was bei der Tourenplanung berücksichtigt werden sollte. Am Rathaus gibt es eine abschließbare Fahrradgarage. Zusätzlich wurden an verschiedenen öffentlichen Zielen und Freizeitanlagen Fahrradbügel aufgestellt.
Eine Besonderheit ist die sogenannte Denkspur. Dieser Bewegungsweg kombiniert Spaziergang und Denkaufgaben. Die Stationen sind örtlich gestaltet; laut Stadt ist der Weg auch für Menschen mit Rollator geeignet.
Das gesellschaftliche Leben in Püttlingen wird wesentlich von Vereinen, Kirchengemeinden, Kulturgruppen, Hilfsorganisationen und ehrenamtlichen Initiativen getragen. Das städtische Vereinsverzeichnis dokumentiert Angebote aus Sport, Musik, Theater, Sozialarbeit, Natur- und Umweltschutz sowie Brauchtum. Da Vereinsdaten Änderungen unterliegen, sollte bei Interesse stets der aktuelle Eintrag oder der jeweilige Verein geprüft werden.
Zu den regelmäßig genutzten Veranstaltungsorten gehören die Stadthalle Püttlingen, der Kulturbahnhof, Sport- und Mehrzweckhallen, das Backhaus und der Dorfplatz in Rittenhofen sowie die Burg Bucherbach. Der städtische Kalender führt je nach Saison Konzerte, Theater, Vereinsfeste, Märkte, Kinderprogramme, Kirmes- und Weihnachtsveranstaltungen. Auch Formate wie das Püttlinger Stadtfeschd, das Weinfest an der Burg oder Veranstaltungen rund um das Rittenhofer Backhaus erscheinen im örtlichen Veranstaltungsgeschehen. Termine und Ausgestaltung können sich von Jahr zu Jahr ändern.
Auf dorf-event finden Besucher aktuelle Veranstaltungseinträge für Püttlingen und die zugehörigen Ortsteile, sofern entsprechende Termine gemeldet und veröffentlicht wurden. Wichtig ist ein Blick auf den vollständigen Eintrag: Einige Veranstaltungen finden im Zentrum von Püttlingen statt, andere in Köllerbach, Rittenhofen, Engelfangen oder an der Burg Bucherbach.
In Püttlingen gibt es Einzelhandel, Dienstleistungen und gastronomische Angebote. Eine dauerhaft verlässliche Empfehlung einzelner Betriebe ist an dieser Stelle jedoch nicht sinnvoll, da Betreiber, Ruhetage und Öffnungszeiten wechseln können. Wer einen Veranstaltungsbesuch mit einem Essen verbinden möchte, sollte aktuelle Angebote in der Nähe des konkreten Veranstaltungsortes suchen und bei Bedarf reservieren.
Bei Festen, Märkten und Vereinsveranstaltungen werden häufig Speisen und Getränke angeboten. Ob dies bei einem bestimmten Termin der Fall ist, ergibt sich aus der jeweiligen Veranstaltungsbeschreibung. Für Wanderungen und längere Besichtigungstouren empfiehlt es sich, Getränke mitzunehmen, da nicht an jedem historischen Ziel oder Wegabschnitt eine Einkehrmöglichkeit vorhanden ist.
Püttlingen besitzt seit der Einstellung des Schienenverkehrs auf der Köllertalstrecke keinen eigenen Personenbahnhof mehr. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgt daher überwiegend per Bus. Der Püttlinger Ringbus verbindet im Stundentakt die Stadtteile und bietet Übergänge zum regionalen Verkehr. Zu den erschlossenen Zielen gehören unter anderem Rathaus, Bahnhof beziehungsweise Kulturbahnhof, Burg Bucherbach und die Saarbahn-Haltestelle Etzenhofen.
Da Fahrpläne, Linienwege und Anschlüsse geändert werden können, sollte die konkrete Verbindung unmittelbar vor der Fahrt über den Saarfahrplan geprüft werden. Für die Anreise mit dem Auto empfiehlt sich die Navigation zur vollständigen Adresse des Veranstaltungsortes statt nur zur Ortsmitte.
🚌 Mobilitätstipp: Bei Zielen in Köllerbach kann eine Verbindung über die Saarbahn-Haltestelle Etzenhofen mit anschließendem Busanschluss sinnvoll sein. Welche Route tatsächlich am schnellsten ist, hängt von Startpunkt, Wochentag und Uhrzeit ab.
Eine belastbare, zentrale Übersicht mit allen öffentlichen Besucherparkplätzen, Kapazitäten und zeitlichen Einschränkungen liegt in den ausgewerteten offiziellen Quellen nicht vor. Deshalb werden hier keine vermeintlich sicheren Stellplätze oder Kapazitätsangaben genannt. Rund um stark besuchte Veranstaltungsorte kann das Angebot begrenzt sein.
Besucher sollten die Parkhinweise des jeweiligen Veranstalters beachten und nur ausgewiesene Flächen nutzen. Feuerwehrzufahrten, Busbereiche, private Grundstücke und Zufahrten müssen frei bleiben. Für größere Feste an der Burg Bucherbach, in der Stadthalle oder im Stadtzentrum empfiehlt sich eine frühzeitige Anreise. Bei Sonderveranstaltungen können temporäre Sperrungen oder geänderte Verkehrsführungen gelten.
Hinweis zum Parken: Verlassen Sie sich bei Veranstaltungen nicht ausschließlich auf allgemeine Karten-Apps. Aktuelle Hinweise des Veranstalters oder der Stadt haben Vorrang, besonders bei Straßenfesten, Märkten und Open-Air-Terminen.
Püttlingen liegt im Köllertal im Saarland und gehört zum Regionalverband Saarbrücken. Die Stadt besteht aus den Stadtteilen Püttlingen und Köllerbach mit mehreren historisch gewachsenen Ortsteilen.
Zu den wichtigsten Zielen zählen die Burgruine Bucherbach, die Martinskirche, die Pfarrkirche St. Sebastian, das Bergbau-Freilichtmuseum, das Saarländische Uhrenmuseum und der Kulturbahnhof. Welche Auswahl sinnvoll ist, hängt von der verfügbaren Zeit und den Öffnungsmöglichkeiten ab.
Der frühere Bahnhof wird heute als Kulturbahnhof genutzt. Regulärer Personenverkehr auf der ehemaligen Köllertalstrecke besteht nicht mehr. Die öffentliche Anreise erfolgt vor allem mit Bussen; in Etzenhofen besteht eine Verknüpfung zur Saarbahn.
Ja. Der Köllertalradweg verbindet wichtige Bereiche und führt zum überregionalen Wegenetz. Wegen der teilweise hügeligen Topografie sollten Strecke und Kondition realistisch eingeschätzt werden.
Aktuelle Termine können auf dorf-event sowie im offiziellen Veranstaltungskalender der Stadt Püttlingen geprüft werden. Bei kurzfristigen Änderungen ist die Mitteilung des jeweiligen Veranstalters maßgeblich.
Nicht pauschal für das gesamte Stadtgebiet. Parkmöglichkeiten und Sperrungen hängen vom Veranstaltungsort und vom jeweiligen Termin ab. Deshalb sollten Besucher die konkreten Anreisehinweise im Veranstaltungseintrag beachten.
Noch keine vergangenen Veranstaltungen vorhanden.